Top-Flop Strategie DAX gehebelt

21.11.2017 | Stefan Craezer

Bei dem wikifolio „Top-Flop Startegie DAX gehebelt“ wird mit Hebelzertifikaten eine einfache Top-Flop Strategie umgesetzt.

Dabei werden am 1. Handelstag im Oktober Hebelzertifikate auf die 5 besten DAX-Aktien der ersten neun Monate erworben. Der Ausstieg erfolgt dann am letzten Handelstag des Jahres.

Am 3. Handelstag im Januar werden dann Hebelzertifikate auf die 5 schlechtesten DAX-Aktien der 2. Vorjahreshälfte gekauft. Diese sollen dann in der Regel bis zum 1. Handelstag im Juni gehalten werden, bevor der Ausstieg erfolgt. Bis zum Oktober wird das wikifolio dann in Cash geführt, bevor das Kapital wieder über Hebelzertifikate in die 5 besten DAX-Aktien der ersten neun Monate investiert wird.

Für die Strategie werden Hebelzertifikate mit einem Faktor um die 2 verwendet.

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Wieso funktioniert das?

Zunächst einmal basiert die Strategie auf dem Grundsatz „The trend is your friend!“.  Denn statistisch gesehen ist es wahrscheinlicher, dass ein Börsentrend noch länger bestehen bleibt, als dass er sofort ein Ende findet. Und Fondsmanager neigen am Ende des Jahres dazu, ihre Portfolios aufzupolieren. Aktien die nicht so gut gelaufen sind, werden rausgeschmissen und durch Top-Performer ersetzt. So kann man den Kunden vorgaukeln – auch wenn die Performance nicht stimmt – zumindest die Top-Werte im Portfolio zu haben und braucht sich nicht vorwerfen zu lassen, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben. Je näher das Jahresende rückt, desto stärker wird dieser als „Window Dressing“ bekannte Effekt angewendet.

Und zu Jahresbeginn im Januar setzen institutionelle Anleger vielfach auf die Verlierer-Aktien des Vorjahres. Ihnen bescheinigen sie ein gutes Aufholpotenzial. Dahinter steckt die Annahme, dass die Kursverluste des Vorjahres übertrieben waren.

Funktioniert das wirklich?

Diverse Statistiken belegen, dass sich mit dieser Strategie deutlich mehr Rendite erzielen lässt als beispielsweise mit einem ETF-Fond auf den Index insgesamt.

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